Moderne Bibliotheken können das
Oder doch nicht? Vor kurzem wurde die Martha-Muchow Bibliothek eröffnet. Dort wurden nach 6-wöchiger Schließung wegen Umzug die Bibliotheken der Fakultät 4 zusammengeführt. Das finde ich schon einmal sehr praktisch. Allerdings gibt es noch einiges zu tun bis die Bibliothek wirklich brauchbar ist. Das W-LAN funktioniert mittlerweile, aber damit ist es noch lange nicht getan.
Hier einige Beispiele:
- Die Heizungen sind so heiß, dass man sich problemlos eine warme Mahlzeit darauf zubereiten kann. Leider lässt sich die Temperatur nicht regeln. Die Folge ist das die Fenster geöffnet werden. Das ist ökologisch sicher keine gute Lösung. Außerdem gibt es vermutlich einen Messfühler der sagt “Achtung kalt (weil Fenster auf), also heizen.”

- Die Steckdosen an den Arbeitsplätzen in direkter Nähe zu den Büchern lassen sich nicht ohne weiteres mit jedem Netzteil nutzen.
- Das größte Problem aus meiner Sicht ist die Usability der neuen Bib. Glücklicherweise scheint die Lösung hier auch am einfachsten. Das Problem ist der Bestand der Bibliothek der brav über mehrere Etagen verteilt wurde. Die Sortierung ist jedoch immer noch nach den Fachbereichen und nicht Thematisch. das bedeutet, das selbe Buch steht ggf. an 5 verschiedenen Orten in der selben Bibliothek. Das ist nicht gut. Ebenso sind die Signaturen sehr unübersichtlich. Damit kann man vorübergehend leben, als Dauerlösung sehe ich das nicht.
Das Problem wird angereichert durch die Restriktion in der Bib., dass man Bücher nicht als persönliches Paket irgendwo zwischenspeichern kann. D.h. wenn ich an einem Tag die benötigte Literatur (über mehrere Etagen) zusammengesammelt habe und am nächsten Tag wiederkomme geht das Spiel von vorne los.

Ich versteh das es nicht schön ist wenn Bücher quer durch die Bibliothek auf einzelnen Tischen verstreut liegen. Eine Zentrale Ablage auf der “mein Stapel” wenigstens Übernachten kann wäre hier eine Lösung. Dann hat das Buch genau drei Standorte.- Regal
- Aktiver Benutzer
- Speichertisch (wo man das Buch auch entnehmen kann wenn man es gerade benötigt)
Aus meiner Sicht kann man so nicht nur viel Arbeit für die Angestellten, sondern auch für die Nutzer der Bib. sparen. Außerdem wird so die Einführung von Piratennestern vermieden!
Ich habe natürlich eigentlich keine Ahnung wie man Bibliotheken sinnvoll und modern einrichtet und betreibt, aber so ist das keine schöne Lösung.
An diesem Tage...
- Einmal Frankfurt und zurück - 2005
- Neues aus Budapest - 2006
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gibt es nicht in der FachbereichsBibliothek von BWL ein Regal für “Aktive Benutzer”? Gleich am Eingang. Dann können alle Nutzer schön aufgereiht ihre für einen kurzen Zeitraum reservierten Bücher zwischenlagern, aber jeder Suchende kann auch einen schnellen Blick hierauf werfen, wenn er sein Buch an dessen ursprünglichem Platz nicht findet.
Benchmarken in der eigenen Uni dürfte ja mal möglich sein.
Ich war neulich auch bei Marta Muchow, und mich hat dieses Signaturendurcheinander bzw. die Bestandsverteilung auch genervt. Zum Thema Piratennester nur der Nachtrag, dass ich bleibend geschädigt bin und nach dem Jura-Semester auch in meiner Heimat-Bibliothek ständig denke, schnell die wichtigen Bücher verstecken zu müssen. Also wärs schon besser, wenn die das bei euch bald in den Griff bekommen…
Da mich in zwei Wochen im Rahmen meines Aufbaustudiums an der HU Berlin eine Klausur zum Thema Bibliotheksbau und -einrichtung erwartet, lese ich den Beitrag und die Diskussion hier mit besonders großem Interesse
Mein Kollege Jörn Trottenberg dazu hat im Stabi-Blog sehr ausführlich dazu Stellung genommen und auch das Dilemma mit der Aufstellung der Bücher erläutert: Wenn man das alles neu ineinander sortiert und dafür dann auch noch eine möglichst übersichtliche Systematik und entsprechende Signaturen haben will, ist das ein echtes Dauerprojekt. Immerhin: Für die Zeitschriften bei Martha Muchow ist das schon erledigt ist und auch mit die mehrfach vorhandenen Büchern sind im Begriff, den selben Regalplatz zu beziehen…
Hallo Anne,
vielen Dank für den Hinweis auf den Beitrag Deines Kollegen.